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Fluorid-Richtlinien

Die Fluoridierung ist ein wesentlicher Baustein in der Vermeidung der Karies. Neben ausgewogener Ernährung, zweckmäßiger Zahn- und Mundpflege und regelmäßiger zahnmedizinischer Untersuchung und Unterweisung ist die Zahnhärtung durch Fluorid eine der vier Säulen in der Kariesvorsorge.
Die aktuelle internationale Empfehlung lautet:
Milchzähne sollten vom ersten Zahn an mit fluoridhaltiger Zahnpasta gepflegt werden. Die Konzentration des Fluorids sollte ca. 500 ppm betragen. Dies ist doppelt so viel, wie noch vor zehn Jahren empfohlen wurde. Die Zahnpastahersteller haben inzwischen fast alle reagiert und die Konzentration entsprechend umgestellt.
Vom ersten bleibenden Zahn an, also etwa mit sechs Jahren, soll das Kind auf eine Erwachsenen- oder Juniorzahncreme umsteigen. Der empfohlene Fluoridanteil wird mit 1000 bis 1500 ppm angegeben.
Für die ganze Familie empfiehlt sich die Verwendung von fluoridiertem Jodsalz.
Fluoridtabletten werden nicht empfohlen, so lange sich noch keine Zähne im Mund befinden. Denn eine Einlagerung von Fluorid in den sich ausbildenden Zahn bringt keinen Vorteil. Nur die Umspülung der im Mund befindlichen Zahnoberfläche bringt den gewünschten Effekt.
Nur dann, wenn in der Familie kein fluoridiertes Jodsalz verwendet wird und das Kind keine fluoridierte Zahnpasta benutzt, sollten ab dem sechsten Lebensmonat Fluoridtabletten verordnet werden. Diese sollten jedoch nicht geschluckt, sondern gelutscht werden. Sie dürfen in Wasser aufgelöst werden, nicht aber in Milchprodukten.
Bei einer Verordnung von Fluoridtabletten sollte immer individuell Nutzen und Risiko gegenüber gestellt werden. Dabei hat eine Fluoridanamnese zu erfolgen.
Zu berücksichtigen ist dabei, dass auch Sojanahrung, hypoallergene Nahrungsmittel, bilanzierte Diäten, Mineralwässer zur Herstellung von Säuglingsnahrung und auch andere fluoridhaltige Nahrungsmittel (z.B. Fisch) zur täglichen Fluoridaufnahme beitragen.
Generell sind Zahnpasta- und Salzfluoridierung der Tablettenfluoridierung vorzuziehen.